Alain erwies sich als ein sympathischer Mitfünfziger, der erzählte, wie das Boot durch schwere Rückschläge im Leben in den letzten Jahren in den Hintergrund geraten ist. Nun wollte er sie verkaufen. Wir konnten ihn im Cockpit davon überzeugen, dass es sowohl für das Boot als auch für seine Brieftasche das Beste wäre, sie zu überholen; und wir haben mit ihm zusammen über verschiedene Möglichkeiten nachgedacht. In unserem Gespräch wurde er wieder sehr euphorisch und versprach, sofort mit dem von ihm gewählten Konzept zu beginnen. Seitdem gab es keinen Kontakt mehr, also fürchtete ich das Schlimmste...

 Diesen Sommer bin ich wieder in den Hafen von Colijnsplaat eingelaufen und habe natürlich gleich die Irène gesucht. Und ja, sie lag noch in derselben Box. Aber jetzt sah sie wieder prächtig aus! Alain saß nicht still: Alle grauen Holzelemente wurden neu gestrichen und versiegelt, das Kajütdach lackiert und es gab eine neue Heckklappe und neue Kabinentüren (diese muss er noch lackieren). Die Heckklappe und die Türen sind wohl Abschlussprojekte seiner Schüler in der Holzbearbeitung.

Sie ist noch nicht fertig, aber es macht große Hoffnung für den Motor, für Segel und Takelage und für den Innenraum.

 

Irene 1 150819

Irene 2 180714

 

 

 

 

 

 

Dass wir uns als TVK auch um den Erhalt der Flotte bemühen, hat bei der Irène sehr gut funktioniert: Durch persönlichen Kontakt, Beratung und Unterstützung (inklusive Konstruktionszeichnungen) wurden die Besitzer motiviert, sie zu renovieren, damit sie wieder eine Zukunft hat!

Ich habe Alain und Muriel zu der „Generalüberholung“ von Irène beglückwünscht und wünsche ihnen noch viele Jahre lang viel Spaß beim Segeln.

 

Der Koordinator der Klassik-Serie